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Kirchen öffnen statt Kirchen schließen

Geschrieben von: Irmgard Ziebuhr, Senioren Union der CDU Gera Freitag, den 09. November 2007 um 18:44 Uhr

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, hat die christlichen Kirchen aufgerufen, ihre Positionen mit einem größeren Selbstbewusstsein in der Öffentlichkeit zu vertreten. „Wenn in Deutschland jede Woche eine neue Moschee eröffnet wird, dann ist es ein völlig falsches Signal, dass aus angeblich betriebswirtschaftlichen Gründen immer mehr evangelische und katholische Kirchen geschlossen, verkauft oder gar abgerissen werden,“ sagte der Chef der Senioren-Organisation heute in Berlin.

Jede Kirche, so Wulff, sei „ auch ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit“, und wenn sie denn schon nicht mehr für Gottesdienste gebraucht werde, dann solle man sie – möglichst in kirchlicher Trägerschaft – für Jugend- oder Begegnungszentren, Senioren-Treffpunkte oder karitative Angebote nutzen. „Viele Städte und Gemeinden wären dankbar, wenn sie solche Angebote bekämen“, betonte Wulff. „Die Kirchen sollten geöffnet, nicht aber geschlossen werden!“

„McKinsey und der Rotstift werden das christliche Bekenntnis nicht populärer machen, sondern nur den Erosionsprozess beschleunigen“, fügte Wulff hinzu. Gefragt sei ein „klares Profil“ und ein „Abwenden von religiöser Beliebigkeit“, wie es zunehmend und dankenswerterweise auch von maßgeblichen Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche gefordert werde. „Unsere Kinder brauchen keinen interreligiösen Mischmasch, sondern eine klare Wegweisung, “ erklärte der Senioren-Chef.

„Die frohe Botschaft des Evangeliums, “ so Wulff, „muss wieder in den Mittelpunkt gestellt werden – losgelöst vom Zeitgeist und von allem Firlefanz“. Wenn sich die Kirchen jedoch einer „entchristlichten Gesellschaft oder auch einer anderen Religion aus purer Beliebigkeit anbiedern“, beförderten sie sich selbst „ins Abseits.“ Deshalb gelte gerade in der derzeitigen Situation: „Wer ein Pfarramt schließt oder eine Kirche abreißt, kapituliert vor seinem eigenen Kleinmut.“

Berlin, 10. Januar 2007.

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