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Höchstaltersgrenze für Wissenschaftler abschaffen
Geschrieben von: Irmgard Ziebuhr, Senioren Union der CDU Gera Freitag, den 09. November 2007 um 18:41 Uhr
Die Senioren-Union der CDU Deutschlands hat die Wissenschaftsminister der deutschen Bundesländer auf-gefordert, dem Beispiel ihres bayerischen Kollegen Thomas Goppel zu folgen und renommierten Wissen-schaftlern an ihren Universitäten eine Weiterbeschäftigung auch über das 68. Lebensjahr hinaus zu ermöglichen. „Es ist ein Unding, dass deutsche Professoren mit 65 Jahren, spätestens aber bei Vollendung des 68. Lebensjahres ihre Lehr- und Forschungstätigkeit in Deutschland einstellen müssen, um anschließend mit ihren begabtesten Schülern einem Ruf in die USA zu folgen, wo sie nach bis zum 80. Geburtstag arbeiten dürfen, “sagte der Vorsitzende der CDU-Senioren, Prof. Dr. Otto Wulff, heute in Berlin. „Deutschland kann sich gerade in seiner heutigen Verfassung diesen permanenten Wissens- und Erfahrungstransfer nicht mehr leisten.“Der bayerische Wissenschaftsminister Goppel hatte vor wenigen Tagen entschieden, dass der Münchner Physik-Nobelpreisträger Prof. Theodor Hänsch auch über das 68. Lebensjahr hinaus seine Tätigkeit an der Ludwig-Maximilians-Universität werde fortsetzen können. Wulff: „So begrüßenswert dieses Signal ist, darf es langfristig nicht bei solchen Einzelfallentscheidungen bleiben – die Altersgrenze in diesem für Wissen-schaftler meist noch höchst produktiven Alter muss ganz fallen.“
Geistige Tätigkeit, so Wulff, sei „grundsätzlich nicht an ein Lebensalter gebunden.“Da stecke mancher 70-jährige noch „locker und mühelos einen 35-jährigen in die Tasche.“Wulff: „So richtig es ist, dass ein körper-lich hart arbeitender Dachdecker mit 67 nicht mehr auf eine Baustelle gehört, so richtig ist es auch, dass ein 75-jähriger Naturwissenschaftler noch permanent hervorragende Forschungsergebnisse liefern kann. Die deutsche Wissenschaft muss sich endlich von bürokratischen und lebensfremden Fesseln lösen. Wie will sie sonst im globalen Wettbewerb bestehen!“





