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Große Herausforderung für Angela Merkel

Geschrieben von: Irmgard Ziebuhr, Senioren Union der CDU Gera Dienstag, den 22. November 2005 um 18:45 Uhr

Die Senioren-Union der CDU Deutschlands hat der CDU-Vorsitzenden Dr. Angela Merkel zu ihrer überzeugenden Wahl zur Bundeskanzlerin die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. „Das breite Vertrauensvotum unterstreicht den Willen von CDU, CSU und SPD, Deutschland eine neue Perspektive zu geben“, sagte der Vorsitzende der CDU-Senioren, Prof. Dr. Otto Wulff heute in Berlin. „Auch wenn gerade die ältere Generation aufgrund des Koalitionsvertrages auf Jahre hinaus besonders schweren Belastungen ausgesetzt sein wird, müssen diese Belastungen im Interesse einer guten Zukunft unseres Volkes mitgetragen werden, wenn sie gleichmäßig auf alle Altersgruppen verteilt werden,“ fügte Wulff hinzu. „Angela Merkel steht vor einer großen Herausforderung und die Senioren-Union wird sie dabei solidarisch unterstützen. Die ältere Generation hat durch ihre herausragende Lebensleistung nach dem Krieg unser Land zu hohem Wohlstand und Ansehen verholfen und einen Anspruch darauf, dass ihre Rechte gebührend geachtet und nicht unverhältnismäßig geschmälert werden.“

Vordringliche Aufgabe der neuen Bundesregierung ist nach Auffassung der Senioren-Union neben der Sanierung des Haushalts und dem Abbau der horrenden Schuldenlast die Wiederankurbelung der Wirtschaft. Wulff: „Auch diese Bundesregierung wird zu Recht daran gemessen werden, ob es ihr gelingt, neue und produktive Arbeitsplätze zu schaffen. Die sozialen Sicherungssysteme – von der Rente bis zum Gesundheitswesen – sind langfristig nur dann aufrechtzuerhalten, wenn es gelingt, die Massenarbeitslosigkeit signifikant abzubauen.“ Deshalb auch sei eine mittelstandsfreundliche und offensive Wirtschaftspolitik „gleichzeitig die beste denk-bare Sozialpolitik.“

Von der neuen Bundesregierung erwartet die Senioren-Union überdies „deutliche Zeichen gegen den immer noch grassierenden Jugendkult, der in der letzten von Alt-68ern geführten Bundesregierung zum Staatskult erhoben“ worden sei. Die der Union angehörenden Mitglieder der neuen Regierung – an der Spitze die Kanzlerin – sollten dabei darauf achten, dass die führende Position von CDU und CSU in der älteren Generation auch durch aktives Regierungshandeln bestätigt werde. In der Senioren-Union habe man „aufmerksam registriert“, so Wulff, dass der neue SPD-Vorsitzende Platzeck, entgegen der bisherigen Tradition seiner Partei, in seiner Antrittsrede deutliche Signale gegen weitere Ausgrenzungen der älteren Generation gesetzt habe. Wulff: „Es darf nicht dazu kommen, dass künftig die Unions-Mitglieder der neuen Bundesregierung für die Einschnitte und Sozialdemokraten für Wohltaten gegenüber unserer Generation verantwortlich gemacht werden.“

Berlin, 22. November 2005
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