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Gemeinsam für Frieden in Freiheit
Freitag, den 09. November 2007 um 18:35 Uhr
Aus Anlass des 25. Jahrestages der großen CDU-Demonstration für "Frieden und Freiheit" am 5. Juni 1982, bei der rund 150.000 Menschen im Bonner Hofgarten gegen die sowjetische Raketenpolitik demonstrierten, erklären der Bundesvorsitzende der Senioren der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder, und der Bundesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), Matthias Kutsch: "Die Ereignisse des Sommers 1982 sind ein Lehrbeispiel dafür, wie durch friedliche und gewaltfreie Manifestationen ein politischer Klimawechsel er-reicht werden kann. Seit dem Ende der 70er Jahre hatte die Sowjetunion unter Breschnew eine massive Mittelstreckenaufrüstung betrieben. Die Raketen, in der DDR stationiert, waren auf die westdeutschen Bevölkerungszent-ren gerichtet. Parallel zum Einmarsch von Sowjettruppen in Afghanistan (1979) sollte durch dieses gewaltige Bedrohungspotenzial Druck auf die Bundesrepublik Deutschland ausgelöst werden, sich aus dem freundschaftlichen und vertrauensvollen Bündnis mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu lösen.Der damalige sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt sah sich gezwungen, den amerikanischen NATO-Partner um die Staionierung von Mittelstreckenraketen auf dem Boden der Bundesrepuplik Deutschland zu bitten, um die Erpressbarkeit der westeuropäischen Staaten zu vermindern. Er bezeichnete diese Abwehrmaßnahme als `Nachrüstung´. Gegen diese `Nachrüstung` organisierte die außerparteiliche Linke, unterstützt durch breite Kreise von Schmidts eigener SPD, ab Herbst 1981 eine gewaltige Kampagne mit Aufmärschen und Demonstrationen. Es entstand die sogenannte `Friedensbewegung`, die - wie man seit Öffnung der Stasi-Archive weiß - weitgehend von Ost-Berlin beeinflusst, gesteuert und finanziert wurde.
Gegen diese einseitige Angst-Kampagne für einen so genannten Frieden in sowjetischer Abhängigkeit setzte die Union im Frühsommer 1982 ihren Aufruf für "Frieden und Freiheit", für den Verbleib im westlichen Bündnis, für die Freundschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Helmut Kohl, Partei-vorsitzender der CDU und Oppositionsführer im Deutschen Bundestag und sein damaliger Generalsekretär Heiner Geißler riefen Mitglieder und Anhän-ger der CDU auf, sich durch eine friedliche Demonstration im Bonner Hofgar-ten der aus dem Osten geschürten Angst-Hysterie entgegen zu stellen. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen: Fast 150.000 Anhänger der Union fan-den sich in Bonn ein - zur größten freiheitlichen und antikommunistischen Demonstration, die Westeuropa je gesehen hatte!
Die Bilder aus dem Bonner Hofgarten gingen um die Welt. Sie widerlegten das Vorurteil, die pro-westliche Mehrheit in der deutschen Bevölkerung überlasse der Linken das öffentliche Erscheinungsbild Deutschlands. Sie überzeugten vor allem auch die amerikanische Öffentlichkeit, die Freiheit Westeuropas weiter durch ihren militärischen Schutzschirm vor den Erpressungen Moskaus zu verteidigen. Die SPD verlor aufgrund ihrer nachfolgenden internen Auseinandersetzungen über die `Nachrüstung` ihre Regierungsfähigkeit. Am 1. Oktober 1982 wurde schließlich Helmut Kohl mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP durch den Deutschen Bundestag zum Bundeskanzler gewählt.
Ohne die beeindruckende Manifestation des deutschen Freiheitswillens wäre die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland anders verlaufen. Wir sind stolz auf die Frauen und Männer des Sommers 1982, die durch ihr Engage-ment das Tor zur Freiheit und zur friedlichen Wiedervereinigung Deutsch-lands und Europas aufgestoßen haben."





