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Weggang ist inzwischen symptomatisch für Gera

Dienstag, den 10. Februar 2004 um 18:50 Uhr

Stadt sorgt sich nur halbherzig darum, Personal-Lücken zu schließen

 

Der angekündigte Weggang von Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunstammlung Gera, zum 1. Juli nach Regensburg sorgt in diesen Tagen nicht nur in Kulturkreisen für Diskussion. Weil sich der Name Lorenz einfügt in eine Reihe kreativer Leute, die Gera verliesen oder verlassen werden, macht er einmal mehr offensichtlich: In der Geraer Kulturlandschaft reißen Löcher auf, um deren Schließung man sich bislang nur halbherzig kümmerte. Und so schwingt im Bedauern über den Wechsel der Geraerin auch die Befürchtung mit, sie werde eine kaum füllbare Lücke hinterlassen.', 'Nach Kulturamtsleiter und Stadtmuseumsdirektor verlassen neben Lorenz auch der Theaterintendant und Generalmusikdirektor die Stadt. Zwar sind das persönliche Entscheidungen, die meist mit einem Karrieresprung verbunden sind; "Es ist aber inzwischen symptomatisch für Gera", sorgt sich CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Herrmann um die Ausdünnung der hiesigen Kulturlandschaft. Zumal Herrmann vermutet, Dr. Lorenz wäre zu halten gewesen.Die 41-Jährige hatte sich um die Stelle als Kulturstadtdirektor beworben, war aber abgelehnt worden. Unschöne Randgeschichte: Laut OB Rauch (parteilos) soll Lorenz ihre Bewerbung zurückgezogen haben. Doch das wird von ihr nicht bestätigt. Für Herrmann liegt die Crux schon darin, dass sich der Stadtrat selbst entmachtete und im Vorjahr gegen CDU-Stimmen die Abschaffung des Kulturdezernenten entschied. Nachdem der Posten über zwei Jahre unbesetzt geblieben war. Nun setzt die CDU auf den neuen Stadtkulturdirektor, der im ersten Anlauf vom Stadtrat nicht bestätigt wurde.

Quelle: OTZ Gera

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