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CDU gegen Wegzug der Birthler-Behörde aus Gera

Mittwoch, den 14. Januar 2004 um 17:14 Uhr

Regionalbezug für Vergangenheitsbewältigung.

Gegen Pläne zur Schließung der Stasi-Unterlagenbehörde in Gera hat sich CDU-Stadtratsfraktionschef Gerd Herrmann ausgesprochen. Die Außenstelle mit ihrem regionalen Bezug sei zur weiteren Vergangenheitsbewältigung wichtig.', 'In der Wende seien in den ersten Monaten über 27 000 Anträge auf Akteneinsicht gestellt worden, heute kämen monatlich immer noch rund 200 hinzu. "Die Dienststelle ist mit der Bearbeitung zwei Jahre in Verzug", machte Herrmann auf die umfangreiche Arbeit aufmerksam, die in der Behörde zu leisten ist und der mit der Verlängerung des Rehabilitationsgesetzes weitere Aufgaben erwachsen. Seit 1992 hatten 409 178 Bürger die Außenstelle, ihre Ausstellungen und Workshops besucht.

Der CDU-Fraktionschef erinnerte an die Aktivitäten des Vereins Amthordurchgang, in Gera eine Gedenkstätte einzurichten, die an das frühere Gestapo- und Stasi-Gefängnis erinnert und für den die Birthlerbehörde ein wichtiger Ansprechpartner vor Ort ist. Zudem stünde der Originalschauplatz Drechslerstraße als künftig moderne Dienststelle zur Verfügung. Wichtig sei die Außenstelle ebenfalls als Ansprechpartner für Forschungsarbeiten zur Neugestaltung des Stadtmuseums, das erstmals die DDR-Geschichte aufarbeitet und authentisches Material benötigt.

Mit einer Verlagerung nach Erfurt würde Gera eine Bundesbehörde mit 58 Mitarbeitern verlieren. "Erfurt ist mit der Landesbeauftragten schon gut bedient", erklärte Gerd Herrmann.

Quelle: OTZ Gera

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