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Unsere Ziele - Wahlkampfprogramm OB-Wahl - Engagement in Kultur, Sport und Sozialbereich fördern

Geschrieben von: Administrator Dienstag, den 28. März 2006 um 11:05 Uhr

Beitragsseiten
Unsere Ziele - Wahlkampfprogramm OB-Wahl
Vorrang für Arbeit
Im Dialog mit Unternehmen, Kammern und Verbänden
Engagement in Kultur, Sport und Sozialbereich fördern
Vorrang für die Innenstadt
Kulturelle Identität bewahren
Stadtteile und Straßen weiter sanieren
Mit der Landesregierung für sinnvolle Investitionen
Gera als Hochschulstandort entwickeln
Umweltschutz nicht vernachlässigen
Rolle der Städte betonen
Bürgerfreundliche Verwaltung
Dialog mit Bürgern und Politik
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Engagement in Kultur, Sport und Sozialbereich fördern

Wenn wir aber erfolgreich und dauerhaft eine Gesellschaft sein wollen, in dem wir ein Herz für Schwache haben, dann brauchen wir auch ein Herz für mehr Leistung. Wir müssen stärker anerkennen, wenn sich Menschen engagieren, wenn sie etwas leisten und wenn sie etwas aufbauen. Diese Menschen verdienen nicht unseren Neid, sondern unsere Dankbarkeit. Denn mehr Freiheit möglich zu machen heißt: Wir können den Schwachen dann und nur dann etwas abgeben, wenn wir mehr Starke haben, die alle anderen mitziehen. Die Anerkennung des Nächsten in der Gemeinde, im Wohngebiet, in der Schule oder im Betrieb – das alles hat etwas damit zu tun, ob wir das schaffen, was wir oft eine lebendige Bürgergesellschaft nennen. Das ehrenamtliche Engagement ist ein unersetzbarer Bestandteil dieser Bürgergesellschaft. Wo immer es geht, wollen wir dieses ehrenamtliche Engagement stärken. Genau das, was viele Menschen in ungezählten Kultur-, Musik- und Gesangvereinen in ihrer Freizeit tun, hält unsere Gesellschaft zusammen. Und in Gera gibt es viele Menschen, die sich aufopferungsvoll und engagiert ehrenamtlich einbringen. Gera hat schon jetzt eine ausgeprägte Tradition des bürgerschaftlichen Engagements, sei es in den Freiwilligen Feuerwehren, in Sportvereinen, in Kunstund Kulturvereinen, in Schulen, in Kindergärten, in kaum zählbaren andern Vereinen und Organisationen zeigen Bürgerinnen und Bürger, dass sie mehr leisten können und wollen. Dieses herausragende Engagement will ich nach Kräften befördern.

Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Kinder- und Familienfreundlichkeit ist ein Wettbewerbsvorteil im Konkurrenzkampf der Städte. Wer hier einen Vorsprung hat, gewinnt die Zukunft. Kinder sichern Vielfarbigkeit und Lebendigkeit einer Stadt, sorgen für die Arbeitsplätze der Zukunft und erarbeiten die Lebensgrundlagen für die Senioren. In jedem Kind, in jedem Jugendlichen schlummern Begabungen, die entfaltet werden können, Ideen und Träume, die den Reichtum der individuellen und gesellschaftlichen Zukunft bilden. Sie sind Grundlage für ein sinnerfülltes Leben. Aber wir stellen fest, dass Gera in den letzten Jahren stets Menschen verloren hat. Zum Einen, weil die Geburtenrate zu niedrig ist, zum Anderen und vor allem, weil viele gerade junge Menschen Gera verlassen haben, um sich in anderen Teilen Deutschlands und der Welt ihre Zukunft zu erarbeiten. Unsere Stadt ist noch zu wenig attraktiv für kreative, einfallsreiche und Chancen suchende Menschen. Unsere Stadt wird älter, was kein Problem, sondern eine Tatsache ist. Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Seniorinnen und Senioren, unserer Großmütter und Großväter würde vieles in unserer Stadt von der Kinderbetreuung bis zum Vereinsleben unmöglich sein. Ich setze auf kreative Lösungen für ein verträgliches Miteinander zwischen Jung und Alt, von dem beide nur profitieren können.

Eine kinderfreundliche Stadt beweist sich in vielem: im Umgang der Generationen, in der Frage der Kindertagesstätten, in einem benutzerfreundlichen Nahverkehrssystem, in hervorragenden Schulangeboten. Dabei will ich bekennen, dass es mir mehr um inhaltliche Qualität als um räumliche Quantität geht. Das heißt ganz konkret, dass uns die demografische Entwicklung vor die Wahl stellt, entweder weiterhin die knappen Gelder zur Förderung von struktureller Überkapazität zu nutzen, oder aber in weniger aber dafür qualitativ hochwertige Angebote für unsere Kinder zu investieren. Ich will für unsere Kinder Spitzenangebote. Lern- und Lehrbedingungen müssen daher im Mittelpunkt unserer Überlegungen stehen. Motivierte und qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer, engagierte Erzieherinnen haben nach meiner Überzeugung Anspruch darauf, dass wir nicht Geld in Überkapazitäten verschwenden.

Familienfreundlichkeit heißt aber eben nicht nur ausreichendes Angebot von Kinderbetreuungsplätzen und Spielplätzen, an Sportgelegenheiten, an Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung: Wir müssen ein Klima der Kinderfreundlichkeit entwickeln und selbst glaubwürdig vorleben. Wir müssen jungen Eltern und Menschen, die Eltern werden wollen, preiswert Bauland zur Verfügung stellen. Wir müssen aber vor allem sicherstellen, dass Menschen Vertrauen in die eigene Zukunft haben. Denn wer Vertrauen in die eigene Zukunft hat, ist gewillt, auch seinen Kinderwunsch zu realisieren. Wir müssen die Jugendarbeit in Gera erhalten. Offene Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit sind nur Facetten eines interessanten Angebotes für unsere jungen Mitbürger. Der Bereich der Jugendförderung hat seinen Beitrag zur Haushaltssanierung bereits geleistet. Ich stehe dafür ein, dass die kommenden Haushalte der Stadt Gera hier nicht weitere Kürzungen vorsehen werden. Damit können sich insbesondere die freien Träger auf ihren Partner Stadt Gera verlassen, so wie ich mich auf das Engagement und die Qualität der Träger verlasse.



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