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Junge Union diskutierte mit Jenaer Professor über Kinderarmut
Geschrieben von: Junge Union Donnerstag, den 15. November 2007 um 20:39 Uhr
Junge Union diskutierte mit Jenaer Professor über Kinderarmut
Am 02. November 2007 veranstaltete die Junge Union Gera, mit Hilfe des Geschäftführers des Schlupfwinkel und Sorgentelefon Gera e.V. Herrn Uwe Werner, eine Diskussionsrunde zum Thema Kinderarmut. Unter den geladenen Gästen waren das Mitglied der CDU Landtagfraktion Eckehard Kölbel, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Gera e.V. Bernd Koob, Mitglieder der CDU Stadtratsfraktion und Mitglieder der Senioren Union.
Als Referent war Prof. Dr. Roland Merten, Institutsdirektor und Professor für Erziehungswissenschaft an der Friedrich- Schiller- Universität Jena, anwesend. Dieser führte in seinem Vortrag Definitionen und Schwellen von Armut aus und stellt die Entwicklung von Armutsquoten sowohl für die Gesamtbevölkerung, als auch ausschließlich für Kinder dar. Dabei stellt Prof. Dr. Merten fest, dass die Kinderarmutsquote über der Armutsquote für die Gesamtbevölkerung liegt. Daraus sind Konsequenzen für die zukünftige Politik zu ziehen. Er betonte, dass es Aufgabe der Politik ist Rahmenbedingungen für Bildung und Erziehung zu schaffen. Dies entbindet jedoch nicht die Eltern, von ihrem Recht und ihrer Pflicht zur Kindererziehung. „Durch die Stärkung des Wahlrechtes der Eltern in Bezug auf Kinderbetreuung durch die Familienoffensive der Thüringer Landesregierung, obliegt den Eltern die Entscheidung für ihr Kind, die optimale Betreuungsform zu wählen“, so der Kreisvorsitzende der JU Gera, Christian Klein.
Bei der anschließenden regen Diskussion wurde über mögliche Gründe für die Entwicklung der Armutsquoten gesprochen. Dabei wurden Handlungsansätze für die politisch Verantwortlichen diskutiert, die Auswege aus dieser Entwicklung aufzeigen.
So wurde auch über einen finanziellen Leistungsanreiz für Eltern diskutiert, die Ihre Kinder zur Betreuung in die Kindertagestätte bringen. Denn in den ersten Jahren der Entwicklung des Kindes ist eine Erlernung von Werten und kulturellen Grundtechniken, der Garant für eine gelingende Persönlichkeitsentwicklung. Auch wurde über kostenloses Mittagessen in Schule und Kita gestritten.
Am Schluss der Veranstaltung war man sich darüber einig, wenn die Armutszahlen weiter kontinuierlich ansteigen, das Problem der Kinderarmut unlösbar wird, wenn nicht alle Verantwortlichen von Politik, Eltern, Lehrer und Erzieher diesem Problem größere Aufmerksamkeit widmen und präventive Lösungen entwickeln.





